Schon sehr früh begannen die Menschen, Leder auf verschiedene Arten zu verschönern.

Anfänglich wurden vor allem Kleidungsstücke dekoriert, z.B. durch Eindrücken von kunstvoll zusammengestellten Ornamenten mit eisernen oder knöchernen Werkzeugen in das feuchte, pflanzlich gegerbte Leder.

Lederrestfunde belegen, dass im frühen Mittelalter meist Rillen- oder Linienverziehrungen in Sax-, und Messerscheiden eingeprägt wurden.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kunst der Oberflächenverziehrung immer weiter vervollkommnet und hatte im Mittelalter ihre Hochphase.

Die heute am meisten gesehene Art der Lederverzierung, unter anderem das punzieren, landete schliesslich durch die Besiedlung der neuen Welt in Amerika und Mexiko, wo Sättel, Gürtel und vieles mehr bis heute zu wahren Kunstwerken perfektioniert wurden.

In Europa wurde im Verlauf der Industrialisierung das Kunsthandwerk des Lederprägens mehr und mehr durch Maschinen ersetzt.

 

(Bild: Gürteltasche inspiriert an die Form des Frühmittelalters.  Messer mit Griff aus Eibenholz und dazugehöriger Lederscheide)


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