Herbst-Tagundnachtgleiche

 

Es ist der Monat, an dem das Einholen der Ernte stattfindet. Dafür wird gedankt und gefeiert. Die Tagundnachtgleiche im Herbst fällt auf den 22., 23., oder 24. September. Je nach Region und klimatischen Bedingungen wurden an unterschiedlichen Tagen Herbstfeste abgehalten, aber allesamt um das Datum der Herbstgleiche. Im 3. Jahrhundert n.u.Z. führte die römisch-katholische Kirche anstelle des Herbstfestes, das Erntedankfest ein.

 

Die langen Winterabende beginnen kälter und länger zu werden. Die Frauen spannen im flackernden Licht der Laterne oder des Kienspans Wolle und Leinen. Man machte es sich in Haus und Stall gemütlich und kam, wie die Natur auch, zur Ruhe.

 

Ein lebenswichtiges Zeichen dieser Herbstzeit ist der rotbackige Apfel, der als Lebensgrundlage die Herbst und Winterzeit symbolisiert. Die Frucht weist in die Anderswelt, in das Apfelland (Avalon), wie die Kelten es nannten. Äpfel und Haselnüsse, die in dieser Zeit geerntet werden, weisen als Totenspeise in die nächste Phase des Jahreszyklus. Solche Prozesse der Verwandlung finden wir in unseren urzeitlichen Märchen wieder. Als Beispiel können wir Schneewittchens Apfel, Der Apfelbaum in der Unterwelt der Hel (Frau Holle) und die Haselnüsse des Aschenbrödels nennen.

 

 


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